Jahresrückblick 2013

Heute, den 31.12.2013, möchte ich gerne einen Überblick unserer Arbeit des nun endende Jahr schicken.

Im Januar haben wir unser Grundstück, auf dem eine Krankenstation, Health Care Center, gebaut werden soll komplett eingezäunt. Da die kleine Regenzeit begann haben wir damit begonnen ,Heckenpflanzen und Bäume zu setzen. Das Grundstück ist ca. 4000 qm groß. Im März haben wir eine großzügige Spende von ACC erhalten und konnten mit dem Geld, eine vorübergehende Wasserleitung mit Tankanlage , 3000 l, errichten. Allerdings müssen wir bis zur Fertigstellstellung des Baus eine eigenständige Wasserleitung legen. D.h. wir schliessen in etwa 10 km weiter Entfernung an ein vorhandenes Wassernetz an und legen eine Wasserleitung bis zum Grundstück. Dies ist uns von der Gemeinde vorgeschrieben worden, da wir das bereits bestehende Wassernetz zu sehr in Anspruch nehmen könnten. Jedoch mit weiteren Tanks könnten wir eventuell die Verlegung der Wasserleitung herauszögern. Das wird dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der Gemeinde diskutiert. Immer wieder kann ich anmerken. No hurry in Afrika.

Desweiteren haben wir den Container mit einem Dach geschützt . Wenn es hier regnet kann es wochenlang ununterbrochen regnen. Da es in der Region, Maji ya Chai auch so stark windet mußten wir das Wellblech mit Maschendraht in unserem Tor austauschen. Der Wind hatte es mehrfach umgerissen und die Wachhunde freuten sich über den großzügigen Auslauf. Leider die herumlaufenden Ziegen und Schafe nicht. Kili,unser Rüde ist da nicht zimperlich.

Im April, endlich nach 7 Monaten, habe ich mein Visum für 2 Jahre bekommen. Jetzt brauche ich nichts mehr befürchten, wenn die Einwanderungsbehörde mich kontrolliert. Ohne dieses Visum könnte ich mir nicht erlauben etwas zu tun. Bis dato hatte ich Glück.

Desweiteren hatte der Anwalt, in dem Memorandum, Satzung der hier gegründeten Lilo Upendo Foundation Ltd., einige Fehler geschrieben. Diese sind jetzt, endlich nach einem Jahr, bereinigt worden.In mehreren Etappen..der Anwalt will ja auch Geld verdienen. Mit den Behörden hier in Tansania läuft es manchmal sehr zäh. Eine kleine Unterstützung ist da oft gefragt.

Ein weiterer langwieriger Prozess war die Registrierung des Grundstücks. Leider wieder nur in swaheli aber immerhin nach einem Jahr haben wir ein Dokument in der Hand. Es wurden jetzt auch die nummerierte Grenzsteine gesetzt.

Jetzt sind wir, die Lilo Upendo Foundation , offiziell Mitglieder der Gemeinde Kitefu. Natürlich nicht ohne einen entsprechenden Obulus zu zahlen. Persönlich vom Bürgermeister haben wir ein Schreiben bekommen. Dies werden wir heute Abend mit dem schlachten einer Ziege und anschliessendem Barbeque auf dem Grundstück nochmals besiegeln. Das ist Brauch hier und es soll das Grundstück schützen.

Zu meiner ganz persönlichen Freude war meine Mutter zusammen mit mir etwa 3 Wochen hier vor Ort. So hatte ich endlich die Möglichkeit, ihr die noch nie in Afrika war, zu zeigen warum ich all diese Strapazen hier auf mich nehme. Gerne wird sie jedem über Ihre Erfahrungen hier berichten wollen.

Ende August hat uns Tumsifu , einer der Direktoren von Lilo Upendo Foundation Ltd. für zweieinhalb Monate in Bad Münstereifel besucht. Die Meisten von euch haben ihn kennen gelernt. Während seines Aufenthaltes habe ich dann mit Hilfe eines ehemaligen Kommulitonen die Bauzeichnung der Krankenstation erstellt. In der letzten Versammlung konnte ich diese dann vorstellen. Wenn ich die Möglichkeit habe werde ich sie auf unsere Homepage setzten. Wohl erst wenn ich wieder in Deutschland bin. Hier in Tansania ist es aufgrund des langsamen Netztes schwierig.

Seit Oktober sind wir gemeinsam zurück nach Tansania und seit dieser Zeit haben wir mit Geldern von weiteren Sponsoren, Bruker Stiftung und GS Computersysteme, wieder einiges umsetzen können.

Immer wieder unter dem Motto, no hurry in Afrika, haben wir nach einem Jahr nun endlich ein einheimisches Konto. Das war wirklich ein aufreibender Prozess, aber wir haben es geschafft.

Mit den Bauzeichnungen haben wir Kostenvoranschläge von drei einheimischen Bauunternehmen eingeholt. Haben uns mehrere bestehende Bauten und Referenzen von den Firmen angeschaut um besser entscheiden zu können.

Das Grundstück haben wir soweit vorbereitet indem wir es mittig mit einem weiteren Zaun getrennt haben. Somit können Baumaterial und die Wachhunde im rückwärtigen Teil bleiben wenn das Gate offen steht. Wir planen mit Baubeginn einen weiteren Wachmann tagsüber einzustellen.

Mit dem Bau haben wir noch nicht begonnen, da wir von der Lufthansa einen Vereinbarungsvertrag bekommen haben den wir erst noch prüfen müssen. Wenn alles gut läuft können wir sehr positiv weitersehen.

Ich bedanke mich bei Allen, die uns zur Seite stehen und unsere Arbeit hier in Tansania schätzen.

Für 2014 hoffe ich auf ein weiteres Gutes Jahr und zusammen schaffen wir es wieder.

Pamojah na amani na upendo

Lilo Langen