KSTA

Architektin aus Bad Münstereifel baut Krankenstation in Tansania

Bad Münstereifel -

fahrradÜber Arbeitsmangel kann sich Lilo Langen nicht beklagen. Die Architektin aus Bad Münstereifel verfolgt seit Jahren das ehrgeizige Ziel, in der tansanischen Region Maji ya Chai, unweit der Provinzhauptstadt Arusha, eine privat finanzierte Krankenstation zu bauen und in Betrieb zu nehmen.

Vor sechs Jahren hat der von Lilo Langen gegründete Verein Upendo, dem inzwischen mehr als 70 Mitglieder kreisweit angehören, ein Grundstück in Maji ya Chai gekauft, das Areal umzäunt, Gebäude errichtet und einen Wächter eingestellt. Ein Manager vor Ort beauftragt Handwerker und kauft das Material.

Im vergangenen Jahr hat Upendo einen 20-Fuß-Container mit Hilfsgütern und einer kompletten Krankenhauseinrichtung nach Tansania verschifft. Monatelang lag der Container im Hafen von Daressalam fest, ehe er gegen Zahlung einer Liegegebühr von 4500 US-Dollar freigekauft wurde. „Ursprünglich wollten die Leute im Hafen 9000 Dollar von uns haben“, schildert die Architektin. Erst im März gelang es, das stählerne Monstrum mitten in der Regenzeit auf dem matschigen Untergrund des Geländes der Krankenstation zu installieren und ein Ultraschallgerät sowie Hilfsgüter auszuladen. „Das war schon ein großes Abenteuer und eine echte Herausforderung“, so Langen.

Im November soll Betrieb starten

Jetzt hat sie ein neues Ziel: Im November soll die Krankenstation ihren Betrieb aufnehmen. Dazu braucht die Lilo-Foundation – so der Name des Vereins, der eigens in Tansania gegründet werden musste – noch einen geländegängigen Pritschenwagen, der zum Krankentransportwagen umgebaut werden kann. Außerdem benötigt der Verein Geld für den Betrieb der Station. Das soll durch die Teilnahme an hiesigen Trödelmärkten gesammelt werden – als erstes auf dem, der am Sonntag, 5. August, in der Euskirchener Erftaue stattfindet. Zudem gibt es ein zweitägiges Sommerfest am 25. und 26. August im Alten Brauhaus in Kreuzweingarten.

Zahlreiche Mitwirkende haben ihre Hilfe zugesagt, etwa die Künstlerin Maf Räderscheidt, die mit Kindern malen will. Oder Sonja Kaboth, Kinderbuchautorin aus Euskirchen, die dem Nachwuchs aus ihren Büchern vorlesen wird. Vor einer Discoveranstaltung mit Afrobeat und Reggae am Samstagabend ab 22 Uhr soll es ab 20 Uhr ein Konzert geben mit Baghira und Samamack. Am Sonntag treten die Musiker Sabine van Baaren und Mark Joggerst auf.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

Lilo Langen zu Gast bei Gauck

EINLADUNG Bad Münstereifelerin war beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Bellevue

Lilo Langen zu Gast bei GauckGedränge: Lilo Langen mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bodyguards im Garten von Schloss Bellevue. Foto: privatBad Münstereifel/Berlin. Unermüdlich kämpft die Bad Münstereifeler Architektin Lilo Langen für den Aufbau einer privat finanzierten Krankenstation in Kitefu in der Region Maji Ya Chai in Tansania. Jetzt ist das Engagement der Kurstädterin durch eine Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Berlin im Garten von Schloss Bellevue gewürdigt worden.

Dabei hatte Langen das Glück, sogar einige Worte mit dem deutschen Staatsoberhaupt wechseln zu können. Sie ließ dieses Zusammentreffen von einem Bodyguard des Präsidenten fotografisch festhalten.

Die Architektin, die seit Jahren den Bau der Krankenstation verfolgt und vor Ort überwacht, war für ihre „hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit“ auf Gaucks Gästeliste gesetzt worden, ebenso wie mehr als 10 000 Gäste aus der übrigen Republik. Langen ließ sich von ihrer 83-jährigen Mutter Margarethe Langen begleiten, und erlebte mit ihr die große Berliner Promi-Bühne.

Auf rotem Teppich ins Schloss

Über den roten Teppich betraten die beiden Frauen aus dem Rheinland das Schloss Bellevue, durchschritten dieses und gelangten erneut über einen roten Teppich in den hinteren Garten, in dem das Fest stattfand. „Wir haben Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen, dazu viele Prominente wie etwa den TV-Moderator Jörg Pilawa, der auf einer der Bühnen im Garten moderierte“, schildert Lilo Langen. In dem Gedränge rund um den Hausherrn und die Bundeskanzlerin habe sie sich keine Chance ausgerechnet, persönlich mit Joachim Gauck zusammentreffen, geschweige denn ihr Projekt in Tansania vorstellen zu können.

Doch Lilo Langen hatte unerwartetes Glück, denn gegen 22 Uhr kam das Staatsoberhaupt in einem Pulk von Pressefotografen und Bodyguards in die Nähe ihres Tisches. Und Lilo Langen nutzte die Chance, Joachim Gauck um ein gemeinsames Bild zu bitten. Ein Wunsch, den Gauck nicht abschlug und den ein Bodyguard des Präsidenten rasch erfüllte.

„Dann war der Bundespräsident auch schon wieder unterwegs, weil er von unglaublich vielen Menschen angesprochen wurde“, so die Münstereifelerin, die wie ihre Mutter das Fest und den Abschluss mit einem spektakulären Feuerwerk genossen hat. Sie hat die Anreise und die Übernachtung in einem kleinen Hotel am Bahnhof Zoo für sich und ihre Mutter übrigens selbst bezahlt, ebenso die Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten von Berlin.

Wieder zurück in Bad Münstereifel plant Langen weitere Baufortschritte in Kitefu in der Krankenstation. Mittlerweile seien die Böden gefliest, die Türen müssten noch eingebaut werden. Zudem sammele sie jetzt mit ihrem Verein „Upendo Tansania“ Geld für Fenster. Die kosteten etwa 10 000 Euro. Zum Jahresende könne man die Krankenstation wohl einweihen. Danach wolle man einen Stromanschluss zum Grundstück legen, eine Solaranlage auf dem Dach der Krankenstation installieren und ein Ärztehaus auf dem Grundstück errichten. „Von da aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Kilimanjaro“, schwärmt Lilo Langen.

Quellenangabe: KSTA 15.09.2016

Afrikanische Rhythmen im Regen

Erstellt 03.09.2012

 
 
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Die multikulturelle zehnköpfige Formation BonnAfrika präsentierte ihre mitreißenden afrikanischen Tanzrhythmen. Foto: Claudia Hoffmann
Lilo Langen sammelte mit der Veranstaltung im Innenhof des Klosters Schweinheim Geld für eine Krankenstation in Tansania. Zahlreiche Musiker, unter anderem die Formation BonnAfrika, traten bei Dauerregen auf. Von Claudia Hoffmann
 
 
Euskirchen-Kirchheim.

Viel Schlaf fand Lilo Langen in den letzten Wochen nicht. Ein großes Benefizkonzert inklusive Catering und Shuttle-Service wollte auf den Weg gebracht, Musikgruppen verpflichtet, Sponsoren gesucht und attraktive Tombola-Preise akquiriert werden. Parallel dazu koordinierte sie von Bad Münstereifel aus die Suche nach einem Grundstück in Tansania, auf dem möglichst bald eine neue Krankenstation entstehen soll. Da hat so ein Tag zu wenig Stunden.

 

Auch Freunde und Mitstreiter in Afrika drückten die Daumen für eine gelungene Veranstaltung: „We wish u all the best in the concert tonight“, lautete eine von vielen SMS-Nachrichten, die Lilo Langen am Freitagmorgen auf ihrem Mobiltelefon erreichten. Am Abend war dann alles perfekt organisiert und der köstliche Duft von Büffelkernhüfte in Salzkruste, Lammroulade mit Honig und Springbock in Rotbuschsoße durchströmten den idyllischen Innenhof des Klosters Schweinheim.

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Zum Dank eine gehäutete Ziege

Lilo Langen erzählt von ihrem privaten Brunnenbauprojekt in Tansania

Seit knapp drei Wochen ist Lilo Langen jetzt wieder in Deutschland, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sie zu Hause richtig "angekommen" ist. Zu nachhaltig sind die Eindrücke ihres sechsmonatigen Aufenthalts in Tansania, wo sie, allen Widrigkeiten zum Trotz, ein Brunnenbauprojekt realisiert hat.

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Viele Hürden bis Arusha

Von Michael Greuel, 28.02.12, 17:42h, aktualisiert 28.02.12, 18:07h

Lilo Langen aus Bad Münstereifel hat sich ganz der Unterstützung der Menschen in Tansania verschrieben. Momentan treibt sie ein Brunnenprojekt voran. Zudem will sie eine Krankenstation errichten.

Die Schulkinder im ostafrikanischen Arusha (Tansania) will Lilo Langen aus Bad Münstereifel schon bald intensiv unterstützen. (Bilder: Privat)Bad Münstereifel - Lilo Langen ist aktuell an zwei Orten zu Hause. Der eine ist Bad Münstereifel, wo die 51-Jährige seit vielen Jahren an exponierter Stelle mit herrlichem Blick ins Grüne lebt. Ihre zweite Heimat liegt in Arusha, rund 11 700 Kilometer entfernt im ostafrikanischen Tansania. „Ich bin dort ein bisschen sesshaft geworden“, erklärte die Architektin, die bis Ende 2011 für die Stadt Euskirchen gearbeitet hat, jüngst im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. 2005 war Langen im Rahmen einer Studienreise erstmals in Tansania gewesen.

Afrikahilfe

Auf der Suche nach sauberem Wasser

Von Michael Greuel, 16.09.11, 12:02h

Die Architektin Lilo Langen engagiert sich für Menschen in Tansania. Ihr neuestes Projekt trägt den Namen „Lilo Hope Education and Community Centre“. Geplant ist der Bau einer Schule.

Lilo Langen
Lilo Langen engagiert sich für die Menschen in Tansania. Sie organisierte auch die Bohrung eines Trinkwasserbrunnens.(Bild: Privat)

Bad Münstereifel - Wenn man Lilo Langen in ihrem Haus in der Kurstadt besucht, fällt einem gleich ins Auge, worin ihre Passion liegt. Überall im Haus entdeckt der Besucher Skulpturen, Bilder und Schmuck aus Afrika. Ihre Leidenschaft zum schwarzen Kontinent entdeckte die Architektin 2005 bei einer Studienreise nach Tansania und Kenia. Vom Veranstalter wurden ihr dabei natürlich größtenteils die angenehmen Seiten der afrikanischen Länder gezeigt, doch blieben der heute 51-Jährigen bei der Tour auch die Armut und das Elend nicht verborgen. Sie freundete sich mit einer Familie aus Arusha in Tansania an und wieder in Deutschland angekommen setzte sie sich zum Ziel, Hilfe zu organisieren.

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Benefiz-Konzert Afrikanische Klänge für bessere Bildung

Von Jasmin Akkoyun, 05.04.11, 17:47h, aktualisiert 05.04.11, 19:09h

Die Münstereifeler Architektin Lilo Langen hatte im Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus ein Konzert zugunsten ihres Schulprojekts in Tansania organisiert. Die Band „Bonn Afrika“ animierte die Zuhörer zum Mittanzen.

 

„Bonn Afrika“
Die Band „Bonn Afrika“ stand wie beim ersten Benefizkonzert von Lilo Langen erneut auf der Bühne. Die Musiker unterhielten das Publikum mit afrikanischen Klängen und animierten sie zum Mittanzen. (Bild: Akkoyun)

Euskirchen-Palmersheim - Unter dem Motto „Die Eifel hilft Afrika“ veranstaltete die Bad Münstereifelerin Lilo Langen am vergangenen Wochenende bereits zum wiederholten Male ein bunt besetztes Benefizkonzert. War beim ersten Mal noch im Hof des Klosters Schweinheim gefeiert worden, hatte Lilo Langen dieses Mal in das Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Eigentlich hatte sich die Organisatorin zunächst geziert eine zweite Auflage der Benefizveranstaltung zu machen. „Die Nachfrage und das Interesse waren aber einfach zu groß, da habe ich mich umstimmen lassen“, erklärte sie am Rande des Konzerts. Eröffnet wurde die Veranstaltung, bei der es um die Unterstützung eines Schulprojekts in Tansania geht, vom Bad Münstereifeler Bürgermeister Alexander Büttner. Er sei froh, dass es so „positiv bekloppte Menschen wie Lilo Langen gibt“, ließ er das Publikum wissen. „Wenn wir im Fernsehen Probleme in Afrika sehen, tun wir nichts. Lilo Langen hingegen fährt hin und macht etwas“, so der Bürgermeister weiter.

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11.000 Euro für eine Schule in Tansania

Von Michael Greuel

Das Konzert, das die Münstereifelerin Lilo Langen auf Kloster Schweinheim organisiert hatte, war ein voller Erfolg. Nun ist ein Neubau mit vier Klassenräumen in Ukonga geplant.

Lilo Langen (links) und Nevin Sezgin (Bild: Greuel)

EUSKIRCHEN - „Die Eifel hilft Afrika“ - unter diesem Motto stand das Benefiz-Konzert, dass die Münstereifelerin Lilo Langen am 13. August im Kloster Schweinheim organisiert hatte. Für den guten Zweck traten Musiker wie Hannes Schöner, Günter Hochgürtel, die Seck-Brüder aus dem Senegal und die Band „Bonn-Afrika“ vor rund 450 Besuchern auf. Der Reingewinn beläuft sich auf rund 11.000 Euro. „Dafür möchte ich allen Mitwirkenden, insbesondere den Künstlern, die ohne Gage gespielt haben, und Frank Zurawski, der das Kloster zur Verfügung gestellt hat, herzlich danken“, verkündete Lilo Langen jetzt gemeinsam mit Nevin Sezgin, der Moderatorin der Veranstaltung.

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BENEFIZ - Für Afrika getrommelt und getanzt

Von Jasmin Akkoyun

Um das Geld zusammenzubekommen, standen Bands wie „Kalebass“ oder „Bonn-Africa“ auf der Bühne, die für afrikanische Stimmung sorgten. Nach kurzer Zeit ließen sich auch die Gäste mitreißen und kreisten zu afrikanischen Klängen die Hüften.

Die Band „Bonn-Africa“, bestehend aus „richtigen Afrikanern“, zog mit ihrer Musik das Publikum sofort in ihren Bann. (Bild: Akkoyun)
EUSKIRCHEN-KIRCHHEIM - In der wunderschönen Kulisse des Klosters Schweinheim fand am Freitagabend ein etwas anderes Benefizkonzert zu Gunsten Tansanias statt. „Eifel Aid“ unter der Leitung des Deutschen Roten Kreuzes und Lilo Langen hatten den Abend geplant und organisiert. Dabei ist die Motivation von Lilo Langen eine ganz persönliche: Bei einer Afrika-Reise lernte sie Land und Leute kennen und wurde sich schnell der großen Kluft zwischen Arm und Reich bewusst. „Da ist auf der einen Seite die wunderschöne Natur und auf der anderen Seite die Armut der dort lebenden Menschen“, so Langen. Mittlerweile hat sie auch Freunde dort, die, wie man es sich hier gar nicht vorstellen kann, ohne fließend Wasser und Strom auskommen müssen. „Die Familie, bei der ich bin, gibt lieber mir das wenige Essen, das sie hat, als es selber zu essen, obwohl sie es viel nötiger hätte. So gastfreundlich und liebenswert sind die Menschen dort“, so Langen weiter. Jetzt will sie ihnen etwas zurückgeben und helfen. Vor zwei Jahren sammelte sie zusammen mit „Eifel Aid“ Geld, um einen Brunnen bauen zu lassen. Oft müssen kilometerlange Wege zurückgelegt werden, um Wasser zu holen. Mit dem Benefizkonzert am Freitagabend soll jetzt Geld für ein Schulcenter zusammenkommen. Ungefähr 20.000 Euro werden dafür gebraucht.

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Als Touristin Brunnen gebohrt

Von Gudrun Klinkhammer

Die Architektin Lilo Langen verbrachte fünf Monate in Tansania. Um das Projekt verwirklichen zu können, nahm sie ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub.

Brunnen-Projekt

 

KREIS EUSKIRCHEN - Die erste Reise, die die in Flamersheim geborene und heute in Bad Münstereifel lebende Architektin Lilo Langen 2005 nach Tansania und Kenia unternahm, war grandios. Mit der Volkshochschule besuchte sie afrikanische Nationalpark-Regionen und sah fast ausschließlich die schönen Seiten dieser fremden Länder. Doch ausgerechnet die zunächst versteckten, armen Seiten Afrikas waren es, die die Deutsche fesselten. Immer wieder trieb es sie in den „Schwarzen Kontinent“.

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