11.000 Euro für eine Schule in Tansania

Mit dem Geld initiiert die gelernte Architektin ein Schulprojekt in Tansania, das auf drei Jahre angelegt ist. In Kürze wird sie nach Ukonga, einem Vorort von Daressalam, aufbrechen und den Kauf eines Grundstücks vorantreiben. Dort soll dann ein neues Schulgebäude mit vier Klassenräumen, einer Toilettenanlage und einem Brunnen entstehen. Ein passendes Grundstück mit knapp 1.200 Quadratmetern hat Lilo Langen schon in Aussicht. Es liegt in der Nähe einer recht dicht besiedelten Wohngegend, um den Kindern einen weiten und teils gefährlichen Schulweg zu ersparen.

Statt Miete nun Neubau

„Bisher unterstütze ich eine Privatschule, die lediglich aus einer Klasse mit 36 Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren besteht. Den Raum dafür haben wir allerdings nur gemietet“, sagte die Münstereifelerin. Die Mietausgaben würden durch den Neubau wegfallen. Zuerst sollen ein Klassenraum, die sanitären Anlagen und der Brunnen errichtet werden. „Es ist ganz wichtig, dass wir dort ein geschlossenes sanitäres System haben, damit die Kinder in der Schule nicht der Gefahr von Infektionen ausgesetzt sind“, erklärte die Architektin. Die restlichen Räume sollen nach und nach angebaut werden.

Für den ersten Bauabschnitt rechnet Langen, die hauptberuflich beim Bauaufsichtsamt der Stadt Euskirchen arbeitet, mit Kosten von rund 8.000 Euro: „Ich werde einige Zeit in Ukonga bleiben, um die Anfangsphase des Baus zu koordinieren. Denn leider ist Korruption auch in Tansania ein großes Thema.“

Unterstützt wird sie bei ihrem Engagement von dem Projekt „Eifel-AID“ des Deutschen Roten Kreuzes. Bei einer ihren ersten Reisen nach Afrika reifte in Langen der Gedanke, Hilfsprojekte für Tansania zu organisieren. Auf der Suche nach offiziellen Institutionen, die ihr dabei unter die Arme greifen könnten, fand sie bei DRK-Geschäftsführer Rolf Zimmermann gleich ein offenes Ohr.