Benefiz-Konzert Afrikanische Klänge für bessere Bildung

Wie bereits im vergangenen Jahr war auch die Band „Bonn Afrika“ erneut mit dabei. Die sechsköpfige Truppe, deren Mitglieder aus verschiedenen Regionen Afrikas, aus Portugal und Deutschland stammen, stimmte das Publikum mit seinen Rhythmen auf den restlichen Abend ein. Damit die Anwesenden die Musik typisch afrikanisch erleben konnten, wurden die Zuschauer miteingebunden. Die Musiker zeigten einige typisch afrikanische Tanzbewegungen, die das Publikum daraufhin passend zur Musik nachmachen konnten. So war das Eis schnell gebrochen und im Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus herrschte eine durchweg lockere Atmosphäre.

Auch die Euskirchener Gospel-Company sorgte für afrikanisches Flair. Mit Liedern zum Mitsingen und Mitklatschen rissen die rund 40 Sängerinnen und Sänger der evangelischen Gemeinde das Publikum mit. Die „Secks Brothers“ überzeugten anschließend mit tansanischen Rhythmen. Die drei Brüder aus Senegal beherrschen eine Vielzahl traditioneller Instrumente und begeisterten an diesem Abend unter anderem mit ihren Trommelklängen. Unterstützt wurden sie während ihres Auftritts von Omar Ibrahim, der Langens Projekt in Afrika betreut und für diese Benefizveranstaltung eigens angereist war. Wie auch schon im vergangenen Jahr traten alle Musiker ohne Gage auf. Die Moderation übernahm mit Tatjana Reis eine Freundin von Lilo Langen. Sie erzählte zwischen den einzelnen Auftritten interessante Details zu Langens Schulprojekt in einem Vorort von Daressalam, der größten Stadt Tansanias.

Ausweg aus der Armut

Die Spendengelder des ersten Benefizkonzertes im August vergangenen Jahres hatten es Lilo Langen ermöglicht, ein passendes Grundstück für ihr Projekt zu erwerben. Nun soll es konkret an den Schulbau gehen. „Lilo Hope Education and Community Centre“ wurde das Projekt von den Einheimischen getauft, es soll den tansanischen Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Bildung einen Ausweg aus den ärmlichen Verhältnissen ermöglichen.

Vorab hatte die Münstereifelerin bereits einen Brunnenbau organisiert und gefördert. 2008 war die Architektin aus diesem Grund für fünf Monate im Auftrag der Hilfsgruppe „Eifel-Aid“, die unter der Leitung des Deutschen Roten Kreuzes steht, nach Tansania geflogen und hatte die notwendigen baulichen Maßnahmen vor Ort betreut. Das Konzert war nicht die einzige Veranstaltung, die am Wochenende in Palmersheim stattfand. Das Dorfgemeinschaftshaus war für mehrere Tage zur Verfügung gestellt worden, so dass zudem ein Trommel- und Tanzworkshops mit Pape Seck, einem Mitglied der „Secks Brothers“, und Mariama Dialo, die schon beim Zirkus „Afrika, Afrika“ mitwirkte, angeboten werden konnte.