Lilo Langen zu Gast bei Gauck

EINLADUNG Bad Münstereifelerin war beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Bellevue

Lilo Langen zu Gast bei GauckGedränge: Lilo Langen mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bodyguards im Garten von Schloss Bellevue. Foto: privatBad Münstereifel/Berlin. Unermüdlich kämpft die Bad Münstereifeler Architektin Lilo Langen für den Aufbau einer privat finanzierten Krankenstation in Kitefu in der Region Maji Ya Chai in Tansania. Jetzt ist das Engagement der Kurstädterin durch eine Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Berlin im Garten von Schloss Bellevue gewürdigt worden.

Dabei hatte Langen das Glück, sogar einige Worte mit dem deutschen Staatsoberhaupt wechseln zu können. Sie ließ dieses Zusammentreffen von einem Bodyguard des Präsidenten fotografisch festhalten.

Die Architektin, die seit Jahren den Bau der Krankenstation verfolgt und vor Ort überwacht, war für ihre „hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit“ auf Gaucks Gästeliste gesetzt worden, ebenso wie mehr als 10 000 Gäste aus der übrigen Republik. Langen ließ sich von ihrer 83-jährigen Mutter Margarethe Langen begleiten, und erlebte mit ihr die große Berliner Promi-Bühne.

Auf rotem Teppich ins Schloss

Über den roten Teppich betraten die beiden Frauen aus dem Rheinland das Schloss Bellevue, durchschritten dieses und gelangten erneut über einen roten Teppich in den hinteren Garten, in dem das Fest stattfand. „Wir haben Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen, dazu viele Prominente wie etwa den TV-Moderator Jörg Pilawa, der auf einer der Bühnen im Garten moderierte“, schildert Lilo Langen. In dem Gedränge rund um den Hausherrn und die Bundeskanzlerin habe sie sich keine Chance ausgerechnet, persönlich mit Joachim Gauck zusammentreffen, geschweige denn ihr Projekt in Tansania vorstellen zu können.

Doch Lilo Langen hatte unerwartetes Glück, denn gegen 22 Uhr kam das Staatsoberhaupt in einem Pulk von Pressefotografen und Bodyguards in die Nähe ihres Tisches. Und Lilo Langen nutzte die Chance, Joachim Gauck um ein gemeinsames Bild zu bitten. Ein Wunsch, den Gauck nicht abschlug und den ein Bodyguard des Präsidenten rasch erfüllte.

„Dann war der Bundespräsident auch schon wieder unterwegs, weil er von unglaublich vielen Menschen angesprochen wurde“, so die Münstereifelerin, die wie ihre Mutter das Fest und den Abschluss mit einem spektakulären Feuerwerk genossen hat. Sie hat die Anreise und die Übernachtung in einem kleinen Hotel am Bahnhof Zoo für sich und ihre Mutter übrigens selbst bezahlt, ebenso die Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten von Berlin.

Wieder zurück in Bad Münstereifel plant Langen weitere Baufortschritte in Kitefu in der Krankenstation. Mittlerweile seien die Böden gefliest, die Türen müssten noch eingebaut werden. Zudem sammele sie jetzt mit ihrem Verein „Upendo Tansania“ Geld für Fenster. Die kosteten etwa 10 000 Euro. Zum Jahresende könne man die Krankenstation wohl einweihen. Danach wolle man einen Stromanschluss zum Grundstück legen, eine Solaranlage auf dem Dach der Krankenstation installieren und ein Ärztehaus auf dem Grundstück errichten. „Von da aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Kilimanjaro“, schwärmt Lilo Langen.

Quellenangabe: KSTA 15.09.2016