Benefiz-KonzertHilfe aus der Eifel für afrikanische Schüler

Sie skizzierte die Projektarbeit der Aktion. So ließ "eifel-tansania"-Initiatorin Lilo Langen 2008 Brunnen bei Dar es Salam bauen, mietete 2009 einen Schulraum an und kaufte Schulmöbel und Lernmaterial. Die Klasse werde inzwischen von 54 Kindern besucht und platze aus allen Nähten, so Tatjana Reis.

Auch wenn man ursprünglich nur ein Projekt ausführen wollte, könne man später einfach nicht mehr aufhören, habe die bei der Stadt Euskirchen beschäftigte Lilo Langen festgestellt.

2009 habe sie sich deshalb entschieden, weiter zu machen und ein Jahr später ein 1024 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, um darauf eine private Schule zu bauen.

Tatkräftig unterstützt werde Langen von Omar Ibrahim aus Tansania. Nach mehrmonatigem Deutschland-Aufenthalt werde Ibrahim Ende April in seine Heimat zurückfliegen und sich um die Vorbereitungen des Brunnenbaus kümmern. Zeitgleich solle ein kleines Haus für Wachen gebaut werden, die aufpassen sollen, "dass nix geklaut wird", so Tatjana Reis. Denn vor dem Hintergrund der im Lande herrschenden Armut sei Diebstahl ein verbreitetes Problem.

Omar Ibrahim solle alles koordinieren. "So greift alles ineinander, und Lilo erhofft sich weiterhin eine so tolle Unterstützung, wie sie sie in den letzten drei Jahren erfahren hat."

Seit 2008, so Reis, seien Langens afrikanische Projekte mit rund 1200 Euro unterstützt worden.

Danach wurde es afrikanisch, denn Tatjana Reisk leitete über zum Show-Block: "Jetzt lade ich Sie auf eine rhythmische Reise nach Afrika ein und gebe die Bühne frei." Zunächst gab die Gruppe "Bonn Africa" ein Gastspiel, gefolgt von der "Cospel Company". Senegalesische Trommelkunst in höchster Vollendung präsentierten dann die "Seck Brothers". Während der Pause lud Werner Hansen, Chef eines Party-Service, zu afrikanischen Speisen wie "Cacalaka" - Rindergulasch mit Kräuternudeln - oder Rostbratwurst mit Massai-Sauce und Pommes ein.

Im Rahmen von "Die Eifel hilft Afrika" wurden am Wochenende außerdem Trommelkurse für Erwachsene und Kinder sowie Tanzkurse angeboten. "Afrikanische Musik ist Balsam für die Seele. Lass Deine Hände sprechen". luden die senegalesischen "Seck Brothers" Interessenten an zwei Tagen zu Trommelkursen ein.