Brunnenbau in Tansania

„Das Bohr-Team hat es zwar geschafft, den Brunnen zu bohren. Doch als das Bohrgestänge wieder herausgezogen wurde, ist der Brunnen kollabiert“, schilderte Lilo Langen.

Das Bohrloch fiel in sich zusammen, weil lockeres Geröll oberhalb der Bohrsohle zusammensackte. Weil die Münstereifelerin mittlerweile Erfahrung mit den geschäftlichen Gepflogenheiten in Ostafrika hat, hatte sie vorab den Vertrag zur Brunnenbohrung „auf Erfolg“ abgeschlossen. Also musste die Bohrmannschaft mit einem größeren Bohrgerät anrücken und schaffte es dann, in nur 30 Metern Tiefe eine ergiebige Wasserader anzubohren. Das Wasser ist allerdings nach wie vor nicht optimal, denn es ist stark fluoridhaltig.

An dem Brunnenloch wurde zwischenzeitlich ein Brunnenhaus gebaut, dazu ein Tank, in dem das Wasser aufgefangen werden kann. Das Wasser wird über eine mit Solarstrom betriebene Pumpe gefördert, die Solarelemente sind schon installiert.

Benefiz-Konzert in Planung

Sie wird von einem Security-Unternehmen bewacht, denn sie soll nicht in Teilen gestohlen oder demontiert werden. „Ich habe zugesagt, dass ich in der Region eine Krankenstation errichten werde, wenn die Wasserstelle problemlos funktioniert und sich alles eingespielt hat“, sagte Lilo Langen. Man müsse, so die Erfahrung der privaten Entwicklungshelferin, bisweilen auch ein wenig Druck auf die Offiziellen und die Dorfoberen ausüben. Für die Krankenstation brauche „Upendo Tansania“ ein komplett erschlossenes Grundstück von einem Hektar Größe, das an der Verbindungsstraße zwischen dem Flughafen und der Stadt Arusha liegen solle.

Daher werde der Verein „Upendo Tansania“ im Kreis Euskirchen, der von 20 Mitgliedern getragen werde, erneut ein Benefiz-Konzert veranstalten. Das findet am 31. August im Kloster Schweinheim statt. Um Steuern in Tansania zu sparen, hat Lilo Langen vor Ort die „Lilo Upendo Foundation Tansania Ltd Company“ als sogenannte NGO gegründet, also als nichtstaatliches Entwicklungshilfe-Unternehmen. Das erlaube auch eine effektivere Zusammenarbeit mit den örtlichen Ministerien.

Weil der Verein weiter Unterstützung brauche, werde sie versuchen, so Lilo Langen, am Sonntag, 24. Juni, bei der Veranstaltung „Von Tor zu Tor“ in Bad Münstereifel, mit der Trommelgruppe Kalebass zugunsten der Ostafrika-Hilfe etwas auf die Beine zu stellen.

www.upendo-tansania.de