Afrika-Konzert litt unter Regen und Kälte

 

Die Bands „Hip Bees“ und „Bonn Afrika“ versuchten zwar der Kälte „einzuheizen“, aber am Ende erklärte Lilo Langen den Zuhörern des Konzertes: „Wir verlagern ,Rock on Wood’ mit Sänger Pete Bauchwitz nach drinnen ins Kloster, dort ist es wenigstens trocken und warm.“

 

Ins Auge fielen die Kalebassen

 

Lilo Langen ließ sich aber nicht die Freude nehmen und berichtete auf der Bühne über ihre bisherigen Projekte in Afrika – so etwa über den Brunnenbau in Maji Ya Chai. Sie trug an diesem Abend ein typisches Massai-Kleid. Es war mit vielen Perlen bestickt. Stolz zeigte sie später ihre weiteren Errungenschaften des letzten Afrikabesuches in „ihrem“ Stand: Die schönen, farbenprächtigen Tücher und vor allem die Glöckchendecken, an denen die zahlreichen aufgenähten Glöckchen diminieren. Langen hat sie eigenhändig aus Afrika importiert.

 

„Ich hatte so viele Koffer voll davon, aber ich durfte ja nicht so viel Gepäck im Flugzeug mitnehmen“, berichtete sie. Deshalb musste sie improvisieren und die Mengen geschickt „verteilen“: „Sogar mein Sponsor hat zwei Koffer mitgenommen.“ Viele kleine Schalen mit handgefertigten Schnitzereien aus Speckstein und Holz hatte der in Kenia geborene, aber in Bonn lebende Vincent Onyango dabei. Ins Auge fielen die sogenannten Kalebassen, Es handelt sich um Gefäße, mit denen die Frauen Wasser holen. Zwischendrin schüttelt er immer mal ungläubig den Kopf. Denn viele Besucher kannten diesen Kürbis nicht, der aber immerhin zu den ältesten Kulturpflanzen gehört.

 

„Man kann diesen Kürbis auch in der Hälfte waagerecht durchschneiden, dann hat man eine Schüssel für eine Mahlzeit“, erklärte Onyango. Nicht gerade aus einer Kalebasse serviert, aber trotzdem empfehlenswert war auch das Essen, dass die „VIP-Afrika-Buffet“-Gäste vorab buchen konnten. Manches Afrikanische hatte hier seinen Weg auf den Teller gefunden. So etwa Springbockragout, Büffelkernhüftbraten oder Chakalaka-Gemüse.

 

Krankenstation als nächstes Projekt

 

Bei so viel Afrika-Feeling kam schon mal „Heimweh“ auf: Bald werde ich wieder nach Afrika fliegen. „Sobald ich genug Geld für mein neues Projekt habe, mache ich mich auf den Weg“, so die Münstereifelerin. Das neue Projekt ist der Bau einer zweigeschossigen Krankenstation. Die ersten Baupläne gibt es schon. Den Kauf des notwendigen Grundstücks hat sie mit Hilfe von Sponsoren bereits realisiert.

 

Nun hofft Langen, zumindest den Rohbau mit dem Erlös des Afrika-Abends finanzieren zu können. Zudem möchte sie in Tansania noch einmal schauen, was aus ihrem Brunnenprojekt geworden ist.