Upendo: Krankenstation geplant

Lilo Langen will in Kitefu in der Region „Maji ya Chai“ eine Krankenstation errichten, in der Ärzte und Klinikpersonal Verletzte und Kranke ambulant behandeln und kurieren. Rund 200 000 Euro wird das Projekt kosten, schätzt Langen, die hier in Deutschland die Pläne zeichnen will und sich dabei an bestehenden Einrichtungen orientiert, die einer der religiösen Führer der islamischen Welt, Aga Khan, in Afrika ins Leben gerufen hat. Lilo Langen: „Dabei handelt es sich nicht um eine Hüttenkonstruktion, sondern um ein gemauertes Massivhaus, in dem neben einer Notstromversorgung auch eine Verwaltung, zwei Behandlungszimmer, ein Wartezimmer, ein Patienten-Waschraum sowie ein Aufenthaltsraum für das Personal enthalten sind. Natürlich kommt auch eine Apotheke in die Krankenstation, die aber kein Krankenhaus werden soll. Das alles kann aber nicht auf einmal verwirklicht werden, sondern muss in Stufen gebaut werden.“

Neben all diesen Räumen soll eine Radiologie in der „Surgery“ Platz finden, dazu ein steriler Raum und ein Labor. Lilo Langen und ihre örtlichen Helfer haben zu dem 4700 Quadratmeter großen Grundstück bereits eine Behelfswasserleitung gelegt und der Container abgestellt, in dem schon Krankenliegen, Rollstühle und Gehhilfen vorhanden sind.

Rückschläge hat es auch gegeben. Nach dem Bau eines Zauns rund um das Grundstück fehlte noch in der gleichen Nacht ein Drittel des Maschendrahts.

Wachmann und zwei Hunde auf dem Gelände

Die deutsche Privathelferin musste erkennen, dass die afrikanische Mentalität weit von der europäischen abweicht und dass die Armut die Menschen zwingt, anders zu denken, als wir das in unseren Breiten gewohnt sind.

„Mittlerweile wird das Gelände von einem Wachmann bewacht. Außerdem laufen dort zwei Wachhunde herum. Außerdem wird auch mein Haus von zwei Hunden bewacht und liegt in einem gesicherten Grundstück“, berichtet Lilo Langen.

Mit den Bauplänen will Lilo Langen einen Projektantrag bei den zuständigen Behörden einreichen, damit der Verein, der in Tansania als „Lilo Upendo Foundation TZ“ eingetragen ist, sein Projekt auch verwirklichen kann.

Gut angenommen wird nach Darstellung von Lilo Langen zwischenzeitlich der Brunnen, den sie mit einheimischen Helfern und deutschen Spendengeldern etwa zehn Kilometer von der Krankenstation entfernt hat bauen lassen.

Doch nicht nur in Tansania soll sich etwas tun. Auch in Deutschland soll es Veränderungen geben. So soll Mitte des Jahres die Jahreshauptversammlung des Vereins „Upendo Tansania“ stattfinden, in der der Vorstand gewählt und die Arbeit auf eine breite Basis verteilt werden soll.

www.upendo-tansania.de