Wasserprojekt in Kitefu (Maji ya Chai)

16.März 2012.

P1110598_tnEin wichtiges Datum für den Ort Kitefu in der Region Maji ya Chai.
Heute gegen 9.00 Uhr war es dann soweit, dass die Vorbereitungen abgeschlossen wurden und gebohrt werden konnte.

Schon nach 4 m kam der Bohrer auf Felsen. Bei 20 m Tiefe wurde ein spezieller Weichmacher eingesetzt. Ich muss sagen alles wurde sehr professionell abgewickelt, und vor Dreck scheut sich hier niemand.

Mich wundert immer wieder, wie sauber die Menschen mit dem bischen Wasser sind. Naja nicht alle. Wie halt bei uns auch. Auf jeden Fall, am Ende des Tages waren sie schon bei 42 m und Wasser sprudelte schon nach 30 m. Es wurden 400l/h gemessen.

17.März 2012.

Heute fehlt immer noch ein Teil der Ausrüstung. Die Männer wurden gestern von den Anwohnern versorgt, die selbst sehr wenig haben. Aber hier teilt man gerne, gibt manchmal mehr als man für sich behält. Wie sich herausstellt wird heute nicht gebohrt, da der Bohrer gegen einen Grösseren ausgetauscht werden muss. Das kann hier bekanntlich dauern. Aber morgen früh soll es dann weiter gehen. Also dann...

Es hat 2 Tage gedauert bis die Arbeiten fortgesetzt  wurden.

 

P1120109 tnDanach ging es sehr schnell - die ersten 40 m waren ja  geschafft und  5 Stunden später waren es bereits  60m - bedingt dadurch, dass kein Felsen sondern poröses Gestein durchbohrt werden musste. Dies wurde uns jedoch später zum Verhängnis...

Da bereits nach 30m Wasser sprudelte, aber die gemessenen 400l/h zu wenig sind, hat man sich geeinigt weiter zu bohren. Das Wasser wurde zunehmend mehr und die Freude ringsherum stieg. Immer mehr Menschen kamen vor Ort und manche, die Älteren, hatten vor Freude Tränen in den Augen. Ich auch.

Der nächste Tag stoppte jegliche Hoffnung, denn als die Männer versuchten den Bohrer rauszuziehen, kollabierte das Bohrloch und ab 25 m rutschte alles zusammen. Es dauerte den ganzen Tag und es war sehr mühselig, den Bohrer rauszuholen. Die Gefahr bestand auch darin, dass der Bohrer durch die grossen Steine, die das Bohrloch verstopften,  beschädigt würde. Und noch eins oben drauf: das Wasser verschwand.

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Es wurden weitere Fachleute von der Firma hinzugezogen und es dauerte 4 Tage bis man sich entschloss, grössere Geräte einzusetzen. Für mich war das eine nervenaufreibende Situation, da mir nur wage erklärt wurde was los ist und wie weiterverfahren wird. Es wurde mir nur immer wieder gesagt, in Arusha ist es weit schwieriger zu bohren als anderswo... jetzt weiss ichs...

P1120256 tnNach 5 Tagen war endlich die grössere Maschine vor Ort, die alte Crew verabschiedete sich und die neue Crew, diesmal 6 Leute, bereitete alles zum Fortsetzen der Bohrung vor. Auch diesmal gab es immer wieder Komplikationen, aber die wurden gemeistert.

Am 2. April war es dann soweit! Die Pipeline wurde eingesetzt, ein Flashtest gemacht, das Bohrloch gestärkt und gereinigt und zuletzt versiegelt.

Damit ist der erste Teil abgeschlossen.